Was Sie über Rentenberater wissen sollten

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Rentenberater sind …

  • unabhängige Vertreter der Interessen ihrer Mandanten
  • an das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) gebunden
  • registriert im Rechtsdienstleistungsregister
  • in ihrer Tätigkeit haftpflichtversichert und
  • unterliegen der Aufsicht der Registrierungsbehörde


Rentenberater: Die besondere Spezies

Nach § 11 Abs. 4 des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) unterliegt die Berufsbezeichnung Rentenberater einem besonderen Schutz: Danach darf die Berufsbezeichnung „Rentenberaterin“ oder „Rentenberater“ oder diesen zum Verwechseln ähnliche Bezeichnungen nur von entsprechend registrierten Personen geführt werden. Das bedeutet: Nicht jeder, der glaubt, sich in Rentenfragen auszukennen, darf sich also mal eben Rentenberater nennen. Das gleiche gilt genauso für Personen, die gewerbsmäßig Altersvorsorgeprodukte (bspw. private Rentenversicherungen) vermarkten. Unglücklicherweise werden auch die Versichertenberater (früher -älteste) der gesetzlichen Sozialversicherungsträger gelegentlich als Rentenberater bezeichnet. Auch das geht nicht.

Rechtsdienstleistung aufgrund besonderer Sachkunde

Rentenberatung erfordert besondere Sachkunde im Recht der gesetzlichen Renten- und Unfallversicherung, des sozialen Entschädigungsrechts, des übrigen Sozialversicherungs- und Schwerbehindertenrechts mit Bezug zu einer gesetzlichen Rente sowie der betrieblichen und berufsständischen Versorgung. Daneben bedarf es Kenntnisse über Aufbau, Gliederung und Strukturprinzipien der sozialen Sicherung sowie Kenntnisse der gemeinsamen, für alle Sozialleistungsbereiche geltenden Rechtsgrundsätze einschließlich des sozialrechtlichen Verwaltungsverfahrens und des sozialgerichtlichen Verfahrens.

Weitere Registirierungsvoraussetzungen

Neben dem Nachweis theoretischer und praktischer Sachkunde bestehen nach § 12 RDG weitere Voraussetzungen, um sich als Rentenberaterin oder Rentenberater registrieren lassen zu können. Die Registrierung setzt die persönliche Eignung und Zuverlässigkeit voraus. In welchen Fällen vom Fehlen der Zuverlässigkeit ausgegangen werden kann ist in § 12 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 a) bis c) normiert. Außerdem ist eine Berufshaftpflichtversicherung mit einer Mindestversicherungssumme von 250.000 Euro für jeden Versicherungsfall erforderlich.

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